Zum 31.03.2026 endete unser Projekt ZellSys – Zellulare Energiesysteme zur Umgestaltung der Energieversorgung im suburbanen Raum.
In den letzten dreieinhalb Jahren haben wir von der Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung GEWV gemeinsam mit regionalen Partnern und der Professur für Vernetzte Energiesysteme des IEEH daran gearbeitet, die Energiezukunft der Stadt Wittichenau ganzheitlich neu zu denken.
Wir danken allen Bürger*innen, kommunalen Akteuren und Projektpartnern für die enge Zusammenarbeit in den letzten Jahren.
Was ZellSys besonders macht:
Während klassische Kommunale Wärmeplanung (KWP) sich primär auf Wärmeanalysen konzentriert, erweitert ZellSys diesen Ansatz um detaillierte elektroenergetische Betrachtungen.
Damit wird ZellSys zu einem Vorreiter der Kommunalen Energieplanung – ein integrierter Ansatz, der Wärme, Strom, PV Potenziale, E Mobilität und Netzfragen gemeinsam betrachtet.
📊 Ein zentrales Projektergebnis: Der Energieatlas Wittichenau
• Er vereint Wärme und Stromdaten, Gebäudemodelle, PV Eignung, Szenarien bis 2050 und Netzanalysen in einem einzigen Werkzeug.
• Ein wichtiges Fundament für strategische Energie und Netzplanung.
📣 Weitere Projekterkenntnisse:
• Hochaufgelöste Gebäudemodellierung (räumlich & zeitlich)
• Wärmebedarf, PV Potenziale, Wärmepumpen & E Mobilität bis 2050
• 100 stochastische Simulationen pro Szenario
• Sinkender Wärmebedarf, steigende elektrische Lasten
• PV Ausbau → höhere Einspeisung, aber zeitliche Diskrepanzen
• Netzengpässe ab ca. 2035 in dichter besiedelten Bereichen
• Übergeordnete Infrastruktur überwiegend ausreichend
Zum 01.10.2022 war das Projekt „ZellSys – Zellulare Energiesysteme zur Umgestaltung der Energieversorgung im suburbanen Raum“ gestartet. Die TU Dresden war für das Projekt die ausführende Organisation und wurde von einem Experten- und Beraterkreis aus der Region um Wittichenau unterstützt. Das Projekt ist Teil der Strukturwandlungsprojekte in der Lausitz und wird über die BAFA / BMWE im Rahmen der Stark-Projektförderung mit 870 T€ unterstützt.
Ziel des Projektes war die Erarbeitung eines Transferplans und einer Machbarkeitsstudie für die Umgestaltung der zukünftigen ganzheitlichen Energieversorgung im ländlichen Raum. Hierzu lag der spezielle Fokus auf der Gemeinde Wittichenau, welche an Hoyerswerda angrenzt. Das Projekt adressierte hierbei besonders die Sektorenkopplung zwischen thermischer und elektrischer Energieversorgung. Ebenfalls wurden der Mobilitätsbereich sowie die Gasversorgung im Kontext eines beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien mit in die Betrachtungen einbezogen.
Unser Ziel war zudem, Sie transparent und verständlich über Fortschritte, Meilensteine und Entwicklungen des Projekts auf dem Laufenden zu halten.

Ein Schwerpunkt im Projekt lag auf der Informationsvernetzung unterschiedlicher energetischer Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Im ersten Bearbeitungsschritt erfasste das Team der TU Dresden den Ist-Stand der energetischen Versorgungssituation in Wittichenau. Hierbei wurde ein Gebäudeatlas zur Bestimmung des thermischen Bedarfs der einzelnen Liegenschaften erstellt, welcher im weiteren Verlauf des Projektes mit dem elektrischen Netzplan sowie mit dem Plan für das Erdgasnetz verknüpft wurde. Die Daten wurden hierfür aus öffentlich frei zugänglichen Quellen übernommen.
In einem zweiten Schritt erfolgte die Analyse der Bevölkerungssituation, die wirtschaftliche Entwicklung und der Verfügbarkeit von Flächen zur energetischen Nutzung, wie z.B. Wind- oder Photovoltaik-Anlagen. Mit diesen grundlegenden Analysen wurde Zukunftsszenarien entwickelt, mit denen eine Umgestaltung des Energiesystems möglich ist. Großen Wert lag das Team der TU Dresden hierbei auf die Einbindung institutioneller, lokaler Akteure sowie die Integration der Bevölkerung in und um Wittichenau. Hierzu wurden verschiedene Bürgerbefragungen und Informationsveranstaltungen in der Region vorgenommen.
Im Abschluss des Transferprojektes ist eine Art „Blaupause“ für den Transfer ländlich geprägter energetischer Strukturen entwickelt worden, die auf andere Regionen in Deutschland und Europa anwendbar ist.
Weiter zur inhaltlichen Erläuterung, zum Hintergrund und was sind eigentlich zellulare Energiesysteme?
Schauen Sie hier!
Bei Fragen oder Anregungen – schreiben Sie uns gern unter:
E-Mail: info@zellsys.de
Ansprechpartner im Projekt:
TU Dresden / Institut für Energietechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. J. Seifert
Tel.: +49 (0) 351 463-34909
joachim.seifert@tu-dresden.de
TU Dresden / Institut für Elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik
Prof. Dr.-Ing. Peter Schegner
Tel.: +49 (0) 351 463-34374
peter.schegner@tu-dresden.de
Das Projekt ZellSys wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.